
Unser Haus liegt dort, wo das Bergalgatal nach Süden zieht, in den Heuwiesen ob der Strasse nach Juf. Zum Schlafen: 14 Gästezimmer mit WC/Dusche, etwa die Hälfte mit Balkon und Bad, zwei davon sind Familienzimmer. Aus jedem Fenster freie Sicht auf einen Dreitausender ihrer Wahl. Im Parterre verfügen wir über 2 Schlafräume mit je 8 und 12 Kajütenbetten, dazu 2 Duschräume und Lavabos. Gute Nächte, denn: Das Avers ist ein sternennahes, lärm- und lichtimissionsfreies Tal.
Das helle, weitsichtige & beziehungsreiche Restaurant hat 70 Plätze, einen abtrennbaren Teil mit einer sehr interessanten Bibliothek & Spielecke. Im alten Luftschutzkeller lagern sichere Weine. Es ist alles da für festliche Anlässe (Hochzeiten/Tiefzeiten, Geburtstage etc). Manchmal organisieren wir selber etwas. Wir nennen es dann Kultur: Lesungen, Konzerte, zum Tanzen oder zuhören. Und in der Zwischen- und Vorsaison sind wir gut nutzbar für Seminare.
Über die Küche (lassen Sie sich überraschen!) geht das Gerücht herum, dass sie auch Murmeltiere zubereite und Bachforellen aus der Bergalga. Unsere Köch/innen schlagen aber des Winters keine Eislöcher in den Bach um zu fischen und graben auch nicht nach Munggen. Dies würde gegen das Gebot einer saisonalen und gerechten Küche verstossen. Sicher ist nur, dass wir gemäss den Richtlinien des Hauses, wenn immer möglich, regional und biologisch einkaufen. Die regionale Küche ist landwirtlich, wir mögen sie, doch lieben wir auch das Fremdgehen, über die Pässe - gegen Süden.
Der Süden ist wohl die Himmelsrichtung, von der in solcherlei Prospekten am liebsten gesprochen wird. Die im Norden können das nicht gut, wir hier wissen nicht so recht. Dürfen wir uns der Sonnenseite zuordnen? Sicher ist, das die Averser aus dem Süden kamen, vor ein paar Hundert Jahren. Und die Wetter sich hier treffen, um abzumachen wie’s weitergeht. Ehrlich gesagt: wir sind ein Tal im Norden, aber mit Südeinfluss.
| 1280 | Besiedlung durch «herkommen Lüt, die da fry oder Walser sind» |
| 1372 | Erste urkundliche Erwähnung. |
| 1378 | Ausbau der Septimer–Passstrasse von Tinizong nach Bivio. |
| 1396 | Die Averser haben: «eigen Stab & Siegel, Stock & Galgen....» |
| 1486 | Bündner Raubzüge mit Beteiligung der Averser ins Veltlin. |
| 1512 | Annektion des Veltlins, Bormio & Chiavenna / Fremde Kriegsdienste und Söldnerwesen. |
| 1519-23 | Das Avers wird reformiert. |
| 1620-40 | Beulenpest, dreissigjähriger Krieg, Hexenverfolgung. |
| 1645 | Das Avers zählt 498 Einwohner/innen. |
| 1664 | Augustin Strub, ex-Podestat im Veltlin baut das «Podestatenhaus» als Altersitz. |
| 1768 | Enthauptung & Verbrennung der letzten Hexe. |
| 1797 | Das Veltlin befreit sich mit Hilfe der Armee Napoleons. |
| 1867 | Zollabkommen Italien-Schweiz, Errichtung einer Zollstätte im Val Madris. Aus Handel wird Schmuggel. |
| 1884 | Letzter Marktgang mit Grossvieh über die Forcellina nach Chiavenna. |
| 1888 | Lawinenwinter. |
| 1895 | Eröffnung der Talstrasse bis Cresta. |
| 1896 | Eröffnung Kur & Sporthotel, Cresta, ein Halbliter Veltliner kostet Fr. -.80. |
| 1897 | Letzte Sichtung einer Bärin, nahe des Val d’Uors, die Bärin flüchtet Richtung Italien. |
| 1917 | Lawinenwinter |
| 1920 | 183 Einwohner/innen haben: 593 Stück Grossvieh, 529 Schafe und 693 Geissen. |
| 1927 | Die Pferdekutsche wird ersetzt durch einen 10-plätzigen eidgenössischen Autopostwagen. |
| 1932 | Errichtung des eidg. Nebenzollamtes in Innerferrera. |
| 1939-45 | Antifaschistische Grenzbesetzung. |
| 1951 | Lawinenwinter. |
| 1959 | Einweihung der Staumauer im Val di Lei. |
| 1971 | Bau des Skiliftes Tscheischa. |
| 1981 | Erbauung des Hotels Alpina durch Arthur Heinz & Söhne auf einer Riedwiese mit felsigem Untergrund kurz vor Juf. |
| 1982 | Brand des Kurhauses in Cresta. |
| 1999 | Lawinenwinter |
| 2000 | Das Avers zählt 190 Einwohner/innen. |
| 2004 | Übernahme des konkursiten Hotels Alpina durch die Genossenschaft Bergalga, ein Halbliter Veltliner kostet Fr. 20.- / ein Anteilschein Fr. 1000.- |